Wenn die Eltern sich weigern und die Politik wegsieht: Trotz mangelnder Sprachkenntnisse bleiben Kinder der #Kita fern

In vielen Bundesländern beginnt das neue Schuljahr und die jüngste Debatte um adäquate Maßnahmen hinsichtlich mangelnder Sprachkompetenz von Kindern bricht nicht ab.
#Berlin hat bereits die Kita-Pflicht für Kinder mit Sprachförderbedarf eingeführt. Das aus gutem Grund: In einigen Kindertagesstätten liegt der Migrationsanteil bei 93 %, Deutsch ist mithin nicht die Muttersprache. 
Allerdings widersetzen sich einige Eltern dem verbindlichen Besuch der der „Vorschule“.
Etwa 2000 Kinder pro Jahrgang gehen in Berlin zur Kita. 
Knapp zwanzig Monate vor Schulbeginn müssen die Kinder einen Sprachtest absolvieren. Jedoch erscheinen überhaupt nur 1100 zur verpflichteten Sprachfeststellung. Sage und schreibe 900 der getesteten Kinder haben tatsächlich Bedarf ihre Sprachfähigkeit zu verbessern.
In der Konsequenz müssen die betroffenen Jungen und Mädchen mindestens fünf Stunden pro Tag eine Kita aufsuchen. (Die Dunkelziffer dürfte groß sein, da fast die Hälfte gar nicht erst den Test durchläuft)
Die Eltern von 700 der 900 Kinder mit Fördernotwendigkeit halten sich nicht an die Vorgabe und missachten die Gesetzeslage.
Vorschulische Sprachförderung ist Teil der Schulpflicht und ein Verstoß kann mit Bußgeldern von bis zu 2.500,- € geahndet werden.
Die Bezirke sehen in der gegenwärtigen Situation sehr bereitwillig darüber hinweg irgendeine Pflicht durchzusetzen, da sie ohnehin nicht genügend Plätze für alle Kinder nachweisen können.
Dieser Fall ist erneut ein gutes Beispiel unserer komplett entgleisten Politik: 
Wir unterstützen mangelndes Integrationsbewusstsein auf Seiten der betroffenen Zuwanderer und verhöhnen darüber unsere eigenen Regeln, da sie zwar auf dem Papier existieren, jedoch nur dann Anwendung finden, wenn es in den Komfortbereich regierenden Parteien passt.
Es ist offensichtlich, dass die aktuelle Situation die Regierung überfordert: Das „Gute-Kita“-Gesetz kann gegen eben die oben benannten Probleme nichts ausrichten. Im Alltag müssen Erzieher und Kindergartenkinder die Konsequenzen ausbaden.
Ich sehe daher keine andere Option, als auf eine vorschulische Förderung in den Bedarfsbereichen zu bestehen und diese konsequent umzusetzen.
Anne Charlotte Samland
Kreisverband #Mannheim


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