Staatsspedition mit Dumpingpreisen

KV-MANNHEIM - 10.04.2020

Speditionen und LKW Fahrer sind in den heutigen Tagen nicht nur die Kapitäne der Landstraße, sondern auch die Helden der Krise, weil sie das System am Laufen halten. Ohne Brummi kein Klopapier, keine Hefe, kein Sagrotan.
Corona führt uns vor Augen, daß Zusammenstehen und Zusammenhalt nur Worthülsen sind, wenn die Stützen der Gesellschaft nicht angemessen honoriert werden. Mit barer Münze statt nur mit warmen Worten. Klinikpersonal, Pfleger, Polizei, Feuerwehr, Verkäufer oder Trucker waren in der Vergangenheit chronisch unterbezahlt. Losgelöst von der grünen Autofeindlichkeit machten insbesondere Zeitdruck und Dumpingpreise den Speditionen in der Vergangenheit  zu schaffen. Die mickrigen Gewinne in der Branche erlauben den Unternehmern nur noch Hungerlöhne an die Fahrer weitergegeben.
Wie kann es sein, dass eine Fahrt für einen Lebensmitteldiscounter für eine Spedition kaum rentabel ist und der Branche aktuell Kurzarbeit droht 
? Quelle 
Geiz wird noch geiler.
In Zeiten des Umdenkens dreht die Deutsche Bahn Tochter Schenker Logistics die Preisspirale weiter nach unten, wie zwei extreme Fälle aus der Frachtenbörse Timocom zeigen. Bei den Angeboten würde DB Schenker seinem Frachtführer 0,51 beziehungsweise 0,53 Cent pro Lastkilometer bezahlen. Für Branchenkenner gilt die Faustformel das eine Fracht von mindestens 1,25 Euro pro Lastkilometer die eigenen Kosten deckt. Bei diesen Schenker DB Konditionen kann keine Spedition im Einklang mit der Sozial- und Steuergesetzgebung arbeiten. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) hat am Montag in einer Mitteilung ausdrücklich vor Frachten auf entsprechenden Plattformen gewarnt, die weit unter Einstandspreisen liegen. „Diese Angebote sind illegal da sie nicht mehr mit den Vorschriften zum Mindestlohn und auch dem Kabotage-Verbot vereinbar“. Quelle
Die Bahntochter und damit Staatsunternehmen Schenker kämpft also mit Dumpingpreisen von 60 % unter der Rentabilität um neue Marktanteile. Ein staatliches Unternehmen drängt private Speditionen aus dem Wettbewerb. Das kann man als ersten Schritt zur Verstaatlichung des Güterverkehrs ansehen.
Statt mit gutem Beispiel voranzugehen zeigt das Verhalten von Schenker DB den Rückfall in Vorkrisenzeiten und deutet an was passieren kann. Die Helden der Krise haben ihre Aufgabe erledigt, werden mit lobenden Worten gepriesen und mit einem feuchten Händedruck abgespeist.
Das darf nicht passieren!

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