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Anlässlich des 5-jährigen Bestehen des Kreisverbands Mannheim der Alternative für Deutschland blicken wir zurück: Vor genau 5 Jahren wurde unser KV im Eichbaum Brauhaus in Käfertal gegründet, wo wir inzwischen unerwünscht sind, dafür aber Bierdeckel mit saudi-arabischer Fahne verwendet werden. Unser Sprecher Rüdiger Ernst ließ die Geschichte Revue passieren und erinnerte an die (fast) Halbierung der Partei nach dem Essener Parteitag 2015, wo Lucke keine Lücke hinterließ, sondern ein jetzt-erst-recht Gefühl entflammte. Obwohl wir alle Vertreter, die damals (auf AfD-Ticket!) in den Gemeinderat einzogen, an eine unbedeutende Kleinst-Partei namens Alfa verloren, gelang der Neuaufbau der AfD Mannheim um Robert Schmidt und Claus Nielsen und sie verhalfen der Partei hier zu neuer Stärke. Wir konnten Netzwerke knüpfen und so 2016 und vor allem im Wahljahr 2017 über 30 Veranstaltungen durchführen, die allesamt zu Ende geführt wurden. Diesen Kurs setzen wir 2018 fort: Bis heute sind wir der aktivste Kreisverband in ganz Baden-Württemberg in Bezug auf eigene Veranstaltungen.

Von den Gründungsmitgliedern, die damals schon dabei waren, wurden die Anwesenden von Alice Weidel durch eine Urkunde und eine Ehrennadel ausgezeichnet.

Nach einem Grußwort von unserem Freund, dem hessischen Landtagskandidat Stefan Adler (Viernheim) ergriff unser Kreispate Marc Bernhard, Mitglied des Bundestages, das Wort. Und hier ergab sich in der Berichterstattung des Mannheimer Morgens vom anwesenden Redakteur Fabian Busch die nächste in einer Reihe von vielen absichtlich verfälschten Aussagen dieser Zeitung: In dem Artikel mit dem Titel „Hitzige Töne zum Fünfjährigen“, zitierte man ihn mit dem Satz: „Da spielen Spieler, die einen deutschen Pass haben, aber keine richtigen Deutschen sind.“

Das hat er aber nicht gesagt! Er hat gesagt: „Staatsbürgerschaft ist nicht eine Frage des Passes, sondern eine Frage des Herzens. Mesut Özil ist kein Deutscher, weil er kein Deutscher sein will. Er weigert sich, die deutsche Nationalhymne zu singen, bezeichnet Erdoğan als seinen Präsidenten und lässt sich vor Bildern islamischer Eroberer abbilden. Er fühlt sich an die Werte des DFB gebunden, jedoch ganz offensichtlich nicht an die Werte des Grundgesetzes. So jemand sollte nicht für die deutsche Nationalmannschaft spielen.“

Damit wird der Mannheimer Morgen dem Etikett „Lückenpresse“ gerecht.

Marc Bernhard hat den Mannheimer Morgen aufgefordert, seine Aussage richtig zu stellen und die Online-Ausgabe des Artikels entsprechend zu ändern.

Die Rede von Frau Dr. Alice Weidel war ein Einblick in das erste halbe Jahr im Bundestag, wie sich die Fraktion konstituiert und zur Sacharbeit gefunden hat trotz aller Schikanen und sie gewährte uns einen Blick hinter die Kulissen. Gar nicht so profane Dinge wie die Einrichtung eines Kontos, mit dem dann ein Millionenbudget verwaltet wird oder eine Versicherung, die die beiden Fraktionsführer abschlossen, boten eine interessante Abwechslung bei all den Reden, die wir sonst zu hören bekommen. Immer wieder aufgelockert von eingefügten Anekdoten die ihren teils trockenen Humor, den viele nicht verstehen (oder verstehen wollen…?) zeigte. So ließ sie uns teilhaben an ihrer Gemütsverfassung, dass sie manchmal schier platzt, ob mancher Altpartei-Unverschämtheit im Parlament und dann ihren Nachbarn fragt, wie er das nur aushalte! Klar, kam sie – auf Zuruf – auf das mittlerweile berühmte Zitat mit den Taugenichtsen zu sprechen und wiederholte es sogar in Bezug auf Politiker der Kartellparteien! (Und jeder der jenseits der bekannten Beispiele der ungelernten, kein Berufabschluss, kein Studium oder sonst etwas produktiv zum BSP beigetragenen Claudia Roth oder Andrea Nahles eine weitere aktuelle Bestätigung braucht, möge sich das youtube-Video der „Diskussion“ von Georg Pazderski mit einem gewissen Carsten Schneider ansehen!)

Im Nachgang wurden Fragen beantwortet und wir erfuhren weitere Details z.B. zu dem geplanten Nachrichten-Raum („News-Room“) welcher analog dem Vorbild der österreichischen FPÖ derzeit eingerichtet wird und bis Ende des Jahres läuft.

Eine überaus gelungene Veranstaltung mit über 400 Gästen, von denenen mehrere durch Außenbeschallung aufgrund des völlig überfüllten Raumes den Worten der Redner lauschen konnten.

Georg Lögler

 

 

 

PS: Nicht nur Marc Bernhard wurde unkorrekt wiedergegeben: Auch unser Mitglied Horst Helmle wurde falsch zitiert. Seine Aussage, er sähe sich als national-konservativ-liberal wurde von Herrn Busch zu „gemäßigt“ gemacht. Das hat Herr Helmle aber nicht gesagt! Nicht geschrieben hat er des weiteren, dass Herr Helmle 25 Jahre in der CDU war und ihm seine politische Heimat genommen wurde, die er in der AfD wieder fand.