Bericht aus Berlin: Weidel und Chrupalla hautnah

Am Freitag  durften AfD Mitglieder, wie Interessierte einen erhellenden  Abend mit den Gastrednern Tino #Chrupalla und Alice #Weidel  in der voll besetzten feudenheimer Kulturhalle erleben.


Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten. Dieser erschien in Form von zwei Gegendemonstrationen, welche sich ab dem Nachmittag am Parkplatzbereich vor der Halle formierten, um mit primitiven Parolen Stimmung zu machen. Die AfD selbst hatte zu einer Demo auf dem vorgelagerten Hof der Kulturhalle aufgerufen. Unter dem Motto: „Gegen rechte Gewalt, linke Gewalt und Extremismus“ wollte man ein Zeichen setzen gegen jede Form von Extremen und politischer Ausgrenzung.Trotz einer Vielzahl von Polizei- wie Sicherheitskräften, konnten Grüppchen von Störern in den Saal vordringen und mit  der  Begrüßung durch den AfD Kreissprecher R. Ernst  ihr Vorhaben Unfrieden zu stiften, kurzfristig realisieren.Das souveräne und beherzte Eingreifen der Polizei, nachdem all jene Provokateure ein Hausverbot erhielten, hatte den Frieden wieder hergestellt.


Anschließend  berichtete  Tino Chrupalla, Sprecher im Ausschuss für Energie und Wirtschaft im Bundestag, vor den knapp 450 Zuhörern von der seiner erfolgreichen Arbeit im sächsischen Wahlkampf und seinen  politischen Schwerpunkten. Darüber lobte er die Region um Mannheim für ihren politischen Mut trotz äußerer Widerstände. Chrupalla sieht im deutschen Mittelstand (hidden champions) und speziell im Handwerk das Rückgrat unserer Wirtschaftskraft. Ausgerechnet hier wurde in den letzten Jahren systematisch destabilisiert, durch eine bürokratische Überregulierung, welche die effektive Arbeit von Handwerker erschwert oder aber dem Umstand, dass Meisterbriefe für mehr und mehr Gewerke abgeschafft wurden. Dies höhlt das Qualitätsmerkmal traditionsträchtiger, hochwertiger Handwerksarbeit leider zunehmend aus und schadet zugleich der sozialen Marktwirtschaft.


Der Plan der Regierungspolitik scheint laut Chrupalla einzig darauf zu setzen, internationale Konzerne zu implementieren und zu bevorzugen. Doch ist der junge Sachse, alles andere als ein Pessimist. Auch hat er dazu  keinen Grund. Denn die Bedingungen in den neuen Bundesländern sind säkular, demokratisch und effizient. Das Landtagswahlergebnis mit 27,5 % spricht für sich und zeigt, die AfD ist auf dem besten Weg zur Volkspartei.


Im Anschluss übergibt der charismatische Abgeordnete an seine Kollegin Alice Weidel, AfD Fraktionsvorsitzende im Bundestag,  das Wort.In einer wie immer mitreißenden Rede, fand sie einleitend  lobende Worte für die Rhein-Neckar-Region und speziell den frisch gewählten Gemeinderatsfraktionschef Bernd Siegholt und seine Kollegen. Ebenfalls Robert Schmidt, dem Mitbegründer des Kreisverbands Mannheim, dankte sie herzlich für sein Engagement. Auch inhaltlich hat die dynamische Politikerin wie  gewohnt viel zu bieten: Sie spricht von unzähligen Gesetzesinitiativen, großen und vor allem kleinen Anfragen, welche die AfD Fraktion im Bundestag bis dato hervorgebracht hat. Eine enorme Zahl und das mit schlanken 92 Abgeordneten. So sieht Effizienz aus.


Erfreulich ist darüber die Veränderung des politischen Klimas, seit die AfD in Berlin vertreten ist. So sprach sich die  AfD  bspw. eindeutig für ein Verbot der Hisbollah aus, der Antrag wurde erwartungsgemäß von den Altparteien abgelehnt. Allerdings erzürnte diese verantwortungslose Haltung auch das Ausland. Jüdische Zeitungen berichteten empört. Diese Beispiele sind kein Einzelfall. Willfährig lehnen die Konsensparteien nahezu jeden Vorschlag der AfD ab, sind sich im weiteren Verlauf allerdings nicht zu schade, eben jene Ideen als ihre eigenen nochmal in den Ring zu werfen.


Natürlich blieb Alice Weidels Steckenpferd, die Ökonomie  nicht unerwähnt. Als Expertin auf dem Gebiet berichtete sie  anschaulich und schlüssig, wovon Fachleute wie Markus Krall, Max Otte und Hans Werner Sinn ebenfalls warnen: Die Einflussnahme der EZB und die damit verbundene Zerstörung des Zinsarbitragegeschäfts, haben Banken die Grundlage ihres Wirtschaftens entzogen. Nun droht Kreditinstituten mittelfristig  Bankrott oder Verstaatlichung. Die Fraktionsvorsitzende forderte daher konkrete Gegenmaßnahmen, wie das Stärken nationaler Einlagen, das Verhindern der Transfer-Haftungsunion, sowie  der EZB die  Bankenaufsicht zu entziehen. Außerdem müsse Deutschland im EZB-Rat ein höherer Stimmanteil zustehen. Obwohl sich die Vollblutpolitikerin scheinbar keine Pause gönnt, nächste Woche beginnt die Haushaltsdebatte im Bundestag, schenkte sie ihren Zuhörern spürbar Zuversicht und Motivation.


Zum Schluss verabschiedete sich Alice Weidel und stellte ein baldiges Wiedersehen bei ihrem zeitnahen Auftritt in Heidelberg in Aussicht.Außerdem bat sie ihre sehr engagierte Bundestagskollegin Nicole #Höchst aus RLP auf die Bühne, die trotz eines vollen Terminkalenders die Zeit fand, dem Abend beizuwohnen.


Wir bedanken uns daher herzlich bei den Gastrednern, den Ehrengästen und den zahlreichen Zuhörern für die Veranstaltung.


 


Autoren: Anne Charlotte Samland


mit  Robert Schmidt


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