Offener Brief der Stadtratskandidatin Anne Samland zum Artikel im Mannheimer Morgen von heute

Offener Brief von Stadtratskandidatin Anne Samland zum Artikel im Mannheimer morgen von heute ("Bürger laden zum Kehraus ein" Link )


Liebe Mitbürger,


es ist schön, dass wir in Mannheim ein starkes Bewusstsein dafür haben nationalsozialistischen/rechtspopulistischen Bestrebungen keine Plattform zu geben. Dem kann ich mich als Stadtratskandidatin der AfD aus voller Überzeugung anschließen und in diesen Bemühungen unseren politischen Mitstreitern von der SPD ebenso wie dem Karnevalsverein „Narrebloos“ die Hand reichen.


Es ist allerdings umso trauriger die Keule des Rechtspopulismus auszupacken, um der AfD zu schaden und sie noch vor der ersten Veranstaltung aus der Kulturhalle zu kehren, aus durchschaubaren egoistischen Motiven.Persönlich möchte ich niemanden diktieren wie er denkt oder fühlt. Vielleicht kennen Sie das Buch: „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ von Peter L. Berger und Thomas Luckmann aus dem Jahr 1966 (ein Klassiker in der soziologischen Literatur). Um den Rahmen nicht zu sprengen versuche ich mich kurz zu fassen: Soziale Wirklichkeit wird durch das Tun von Menschen und ihrer Interpretation dieses Tuns erzeugt. Die soziale Wirklichkeit ist somit nicht statisch, sondern dynamisch und von Menschen gemacht.


Das solle verdeutlichen: Es gibt nicht die eine Wahrheit oder die richtige Einstellung.


Doch möchte ich Sie  mit ernsthaftem Interesse fragen, woher Sie annehmen bei unseren Veranstaltungen würden, um es mit Ihren Worten zu sagen, rechtspopulistische Parolen herausposaunt und beklatscht ? Vom Rechtspopulismus distanzieren wir uns vehement gestern wie heute und auch in der Zukunft. Diese Einstellung ist kein Novum, sondern bildet einen Pfeiler unserer politischen Überzeugung, die wir stets für alle erkennbar nach außen bekunden.


Sie können die die AfD in der Kulturhalle nur schwer ertragen. Weswegen? Wenn Sie möglicherweise versuchen das Nebulöse in etwas Konkretes zu fassen, was während unserer Veranstaltungen  Unbehagen hervorgerufen hat, können wir gemeinsam erörtern wie etwas Gesagtes aufgefasst wurde. Das setzt  denknotwendigerweise voraus, dass Sie während der Abende mit Gastrednern auch einmal zugegen waren, und nicht jede berechtigte Gesellschaftskritik als Rechtspopulismus abzutun. Ohne mit erhabenem Zeigefinger zu mahnen: Es ist  Vorsicht geboten, scheinbar objektive Ansichten anderen Menschen aufoktroyieren zu wollen. Als Karnevalsverein haben Sie ebenso eine Bildungsfunktion bei Jugendlichen und Kindern. Jeder weiß, dass Kinder leichter beeinflussbar sind als Erwachsene, da sie die Gabe der Reflexion erst trainieren müssen, ebenso wie sie beispielsweise den Gardetanz durch Ihre Leitung trainieren. Es ist nicht erfreulich zu sehen, dass der Verein in seiner Vorbildfunktion sich selbst anscheinend nicht ausreichend reflektiert.


Die AfD können Sie guten Gewissens mit einer Nicht-Willkomens-Kultur begrüßen, im Gegensatz  stört Sie es offenbar nicht, mit einer gewaltbereiten Antifa ein Bündnis einzugehen, wie bei der angekündigten „Kehraktion“. Als Soziologin und Mutter finde ich das durchaus bedauerlich. Ich möchte nicht, dass meine Töchter durch vermeintliche Respektspersonen in Vereinen eine politische Prägung erfahren, die allenfalls in den Bereich der familiären Erziehung gehört.


Ich schließe daher mit den Worten Immanuel Kants und die richte ich an uns alle:


Sapere Aude- „habe den Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“.


MgG


Anne Samland


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