E Scooter - ein Selbstversuch

Sie sind in aller Munde: E Scooter. Mit einer umfangreichen Medienkampagne wurden sie in Mannheim der Bevölkerung schmackhaft gemacht. Ein Bürgermeister stellte auf einer Pressekonferenz Verhaltensregeln und Vertragsinhalte mit dem Anbieter der Bevölkerung vor und der Mannheimer Morgen machte am Starttag den Selbsttest. Nun sausen die Scooter seit knapp zwei Wochen kontinuierlich über Straßen, durch Fußgängerzonen und Stadtparks.


Bei einem eigenen Selbsttest hat sich gezeigt, dass zwischen Anspruch bzw Ankündigungen und der Realität eine Lücke klafft. 400 Scooter waren für die Region angekündigt, von denen maximal 100 in Mannheim fahren dürfen. Schon zwei Tage nach der Zulassung kündigte der Anbieter „Tier“ an, die Flotte auf 800 zu verdoppeln. Ein Blick auf meine App zeigte mir vergangenen Freitag 15:00 Uhr , dass gerade 254 Scooter in Mannheim unterwegs waren.


Der Anbieter macht es sich relativ leicht, beziehungsweise bekommt es leicht gemacht.


Ein längerer Blick in die App lohnt: Viele Straßen erscheinen rot; das sind Parkverbotszonen. Die in der Pressekonferenz angekündigten Fahrverbotszonen (gelb); vermisse ich auf meiner Karte. Ich finde lediglich den Hinweis über die Drosselung der Geschwindigkeit in gewissen Gegenden. Bei der Anmeldung muss ich per Setzen eines Hakens bestätigen, dass ich 18 Jahre oder älter bin und muss eine Kreditkartennummer angeben, von der abgerechnet wird.  Ein wirksamer Altersnachweis sieht anders aus. Effektive Sicherheitshinweise kann ich per Klick überspringen.


Ähnlich wie bei der BuGa gehen kommunizierte Wünsche und die Realität deutlich auseinander.


 


Robert Schmidt 


 


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