Selbstüberschätzung einer Generation

Natürlich beeinflusst der Mensch die Natur, wir machen das wenn wir morgens die Blumen auf dem Balkon gießen, oder wenn wir zum Bau eines Windparks Waldflächen roden und Boden unwiderbringlich versiegeln. Der Mensch greift andauernd in natürliche Abläufe ein. An den deutschen Küsten wird beispielsweise für dreistellige Millionenbeträgen Sand an Strände gepumpt, damit die Inseln nicht verschwinden. „ Küstenschutz ist Heimatschutz“ nennt man das in  Schleswig Holstein.


Es ist also realitätsfremd, den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt zu leugnen. Natur ist immer im Wandel. Ich sehe in den Stadtwäldern sehr wenig Vögel. In meiner Kindheit haben an fast jedem Haus auf dem Lindenhof Mauersegler gebrütet, heute kein einziger mehr. Den Kuckuck habe ich seit ich in Mannheim Jahren nicht mehr gehört und auch keine Glühwürmchen mehr gesehen.


Noch realitätsfremder ist allerdings die Annahme, wir können die Umwelt komplett steuern und uns zum Untertan machen. Die Natur findet immer einen Weg und Eingriffe einer technikgläubigen Masse führen immer zu neuen, gravierenderen Problemen. Diese sind nur ausgelagert und woanders entstanden. Aus den Augen aus dem Sinn. Eine globale Verantwortung, die wir übernehmen wollen sieht anders aus. Damit wir saubere E Autos haben, schuftet ein 10 Jähriger täglich 10 Stunden barfuß in kongolesischen hochgiftigen Kobaltminen. Der Preis für den Grünen Traum von Tesla und Co ist, dass der kleine Junge nur mit Glück das 30. Lebensjahr erreichen wird.


Völlig selbstüberschätzend ist es, dass man versucht uns Glauben zu machen, dass ein deutsches Umdenken und eine deutsche Vorbildfunktion irgend einen Einfluss auf eine sich ändernde globale Natur hat. Unsere Bemühungen sind nicht mal die Spitze des Eisberges, sie sind eine Schneeflocke auf der Spitze des Eisberges. Am deutschen Wesen konnte noch nie die Welt genesen und deshalb hört auf, den Menschen Angst zu machen und sie zu manipulieren.


 


Robert Schmidt 


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