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Die Sauberkeit im öffentlichen Raum hat in den letzten zehn Jahren erheblich abgenommen. Auch wenn soziale Zustände meist viele Ursachen haben, halten wir zwei für besonders erwähnenswert: Die zunehmende Nachlässigkeit eines Teiles der Passanten, der sich nichtverantwortlich fühlt für seine Umgebung, in Verbindung mit dem Wachstum der Fastfood-Industrie. Die einen verdienen an dem Müll, den die anderen achtlos wegwerfen.
Die nun geplante Werbekampagne zur Vermeidung von weggeworfenen Pappbechern im Mannheimer Stadtbild ( hier ) zeigt, dass das Problem der Vermüllung unserer Stadt von den Verantwortlichen zwar endlich erkannt wird.( nicht mehr geleugnet werden kann?) aber falsch angegangen wird
Sie ist sie ein Schritt in die falsche Richtung und nicht geeignet, dem Problem der fehlenden Sauberkeit in Mannheim Herr zu werden. Wieder einmal werden Gelder sinnlos verbrannt, die woanders besser verwendet worden wären. Wieder einmal wird ein „Mini-Aktiönchen“ forciert, ohne das Problem als Ganzes anzugehen.
Zwar verbietet die städtische Allgemeine Polizeiverordnung das Wegwerfen von Fastfood-Verpackungen und Kaffeebechern, aber niemand kümmert sich um die Durchsetzung dieser Vorschrift, und genügend geeignete Abfallbehälter gibt es auch nicht.
Die Nutzung von Mehrwegbechern wird seit langem in allen Cafes, die ich kenne, angeboten und praktiziert. Nur hat sie sich nicht durchgesetzt.
Daran wird sich auch nichts ändern, wenn man diese nun mit Mannheim-Motiven bedruckt und die bestehenden Slogans durch Motive vom Wasserturm, der Rheinbrücke oder dem Hauptbahnhof ersetzt.
Auch sind weggeworfene Pappbecher wahrlich nicht der einige Grund für die Vermüllung unserer Straßen und Parks mit Einwegverpackungen. Wer sich über Kaffeebecher Gedanken macht, darf nicht den Müll ausblenden und weiter ignorieren.
Die AfD Mannheim unterscheidet hier nicht, sondern geht einen anderen Weg.
Wir fordern daher: regelmäßige Kampagnen des Ordnungsamtes zur Durchsetzung des Verschmutzungsverbotes auch mit Bußgeldern sowie eine neue, verfassungsfeste kommunale Abgabe auf Wegwerfgeschirr und –verpackungen. Damit sollen die Verursacher mit den Folgekosten ihres Verhaltens belastet und verstärkte Sammel– und Reinigungsaktivitäten sowie Mülleimer finanziert werden.